Freitag, 7. November 2008

FINAL REPORT

Wie jeden Tag der vergangenen 7 Monate wache ich auch heute um 6.00am auf und wundere mich schon wieder, keinen Kater vom Vortag zu haben…?

Bin dennoch froh, ich möchte diesen wunderschönen warmen Herbsttag nicht versäumen und zieh mir schnell meine Sachen über, greife nach meinem grünen Oakley Rucksack der schon fix fertig gepackt am Boden steht und nur mehr darauf wartet, auf meinem Rücken zu hängen.
Und ehe ich mich versehe, fällt auch schon die Tür ins Schloss und ich husche die Stufen hinauf und strecke mein Gesicht der Sonne entgegen und danke Gott dafür hier zu sein.
Die Herbstsonne wärmt mein Gesicht und ehe ich die Abkürzung zur Bus Station gehe, die mir mein Roomie gezeigt hat, verweile ich in der Stellung noch ein paar Minuten.
Ich bin entzückt von dem lauen Wind der mir durch die Haare bläst die anschließend sanft an meinen Schultern wieder ihren Platz finden, die Blätter fangen schon an sich in allen Farben zu färben und ehe ich mich versehe, kommt auch schon mein Bus Nr. 20 Downtown. Wie immer drängen sich mir die Chinesen vor, ein komisches rücksichtsloses Volk, aber ich schmunzle nur und kann für sie keinen Zorn abgewinnen, denn der Tag ist einfach zu schön.
Ich platziere mich an einem Einzelsitz, so kann ich meinen Gedanken nachgehen und träumen. Die Polsterbezüge der Sitze im Bus schimmern in Regenbogenfarben und die Sonne lässt diese Farben deutlich heller strahlen als sonst. Ich schließe die Augen und vernehme hier und da Geschichten von Personen die sich unterhalten. Sie reden über Büchergeschmack und welche Ausbildung sie haben. Die zwei gays die sich in den Bus gesellten, machen einen sehr femininen Eindruck, der sich auch an Ihren Stimmen bemerkbar macht.
Und ehe ich weiter träumen kann, muss ich zusehen, dass ich aus dem Bus komme, bin bereits am Broadway angekommen und fahre von hier mit dem Skytrain weiter.
Angekommen auf dem Bahnsteig der mich Downtown bringt fährt er auch schon ein, ich betrete Ihn und ein Homeless der eine unangenehme Stimmung verbreitet redet auf eine Frau lauthals ein. Auch das kann ich nur belächeln, weil er einen eher ärmlichen als gefährlichen Eindruck macht.
The next station is Main Street Sience World – erklingt die Stimme aus dem Lautsprecher und im nächsten Augenblick öffnen und schließen sich die Türen vom Skytrain, bevor er sich erneut in Richtung Stadt bewegt.
An der Stadium Station vorbei fährt er ein in die Granville Station und beinah wäre ich vor lauter träumen wieder bis Waterfront, zur Endstation gefahren.
Heute gehe ich zu Fuß nach Englisch Bay an den Strand. Das Wetter ist zu schön um mit dem Bus zu fahren und so gehe ich. Menschen hasten an mir vorbei, dennoch sehe und spüre ich die vertraute Freundlichkeit der Kanadier.
Am kleinen Sushi und meinen Lieblings Eisverkäufer vorbei, bin ich nach 2 mal Straße überqueren am Strand angekommen. Heute sind außergewöhnlich viele Leute hier.
Einige essen Sushi, die anderen sind mit dem Hund spazieren, ein Pärchen liebkost sich auf einer Decke und das Mädchen schmiegt sich anschließend an ihrem Freund und sie scheinen glücklich zu sein.
Genau wie ich es heute bin und auch die letzten Monate war. Ich suche mir das für mich schönste Plätzchen aus und greife nach der Plastikflasche die ich mitgenommen habe um dort Sand hinein zu füllen, den ich als Erinnerung mitnehmen möchte.
Es ist gerade Flut und ich höre die Wellen an die Küste schlagen, manchmal bilde ich mir sogar ein, das Salz des Meeres an meinen Lippen zu spüren. Meine Hände fülle ich mit Sand und schau welchen Weg er sich zwischen meinen Fingern sucht bevor er schließlich wieder auf dem Boden fällt. Die Flasche hab ich mit Sand gefüllt und meine Hände vergrab ich, im von der Sonne aufgewärmten Sand und frage mich wohl ob es einen besseren Platz gibt wo ich mich jetzt hinwünschen möchte…….

…..als ich meine Augen wieder öffne, schlägt mein Herz wild um sich und ich sehe mich mit etwas ernster und konzentrierter Miene in den Bildschirm gegenüber meines Arbeitskollegen starren.
Zahlen, Tabellen, Preise und Termine sehe ich da, meine Hände hören abrupt zu tippen auf und ich erschrecke bei der Tatsache das alles ein Traum war und ich wieder Daheim in meinem Büro bin.
Als ich mich wieder gefangen hab und sich mein Puls beruhigt hat, sehe ich, dass meine Hände noch immer zittern. Wahrhaftig ich bin wieder in der Arbeit.


Nach nun mehr als 1 Monat zu Hause hab ich die Kraft meinen Abschlussbericht zu schreiben. Es fällt mir oft sichtlich schwer das Hier und Jetzt zu akzeptieren.
Zu bejahen, dass ich am Morgen aufwache und keinen englischen TV schaue, dass ich nicht aus meinem Zimmer gehe wo nebenan mein Roomie Serchio schläft der immer um Mitternacht zu kochen begonnen hat fällt mir schwer.
Das am Boden nicht ab und zu meine Mexis Cesar, Roy oder Luis Mario schlafen, weil sie aufgrund zu vielen Pitcher die sie getrunken haben im Cambie, den Nachtbus versäumt haben und deswegen bei mir geblieben sind, tut weh.
Ich werde wohl nie wieder in meinem disgusting bathroom gehen um mich zu waschen, in kann nie wieder in meinen Kühlschrank wo oberhalb die Mikrowelle steht hineingreifen.
Werde wohl nie erfahren was jetzt darin seinen Platz gefunden hat.
Sind die Alkoholfreien Biere die der Dominik und ich gekauft haben noch drinnen? Hängt am Haustürschlüssel noch immer mein Schlüsselanhänger den ich dran gemacht hab?
All diese unwichtigen Dinge, die für mich wohl die Welt bedeuten werde ich nie wieder erfahren…….

Kann mir kaum Bilder ansehen ohne tränenbefüllte Augen zu bekommen, in meinem kleinen blauen Karton, der oberhalb von meinem Fernseher steht, wo ich unwichtigen Kram gesammelt hab von Kanada, kann ich nicht hinein schauen weil mich die Angst einfängt.
Ich bekomme Gänsehaut und mein Herzschlag wird schnell wenn ich an die Distanz denke die mich von Vancouver und auch meinen Freunden trennen.


Dennoch; meine ausdrückliche Dankbarkeit trage ich in meinem Herzen dort gewesen zu sein dürfen. Ich bete Vancouver und Kanada in meinen Träumen besuchen zu können und manches Mal gelingt es mir auch, bin dann selig wenn ich aufwache und trage ein Lächeln in meinem Gesicht.
Danke auch meiner Familie meinen Freunden vor allem aber meiner Schwester die mich in jeder Lebenslage und im Gedanken immer unterstützt hat und für mich gegenwärtig da war.

Aber die wohl größte Dankbarkeit und Liebe muss ich Dem ausdrücken, der mir bis vor 7 Monaten eigentlich noch fremd war. Der sich 14 Tage vor meiner Abreise in mein Leben geschlichen hat und mein Herz auf eine ganz besondere Art und Weise berührt hat.
Der mir gezeigt hat keine Angst vor dem freien Fall zu haben und der mir gelernt hat zu fliegen. Und fragt mich heute jemand kann eine Liebe über eine Distanz von über 16.000 km bestehen, so kann ich mit gutem Gewissen sagen:„Man kann es nicht nur überstehen, man kann sich auf eine Art und Weise, wie ich es erlebt hab, lieben lernen und auf einer anderen Ebene begegnen“

It´s sometimes unpredictable but in the end it´s right, I had the best time of my life

Dienstag, 2. September 2008

Seattle


Oh man bin es gar nicht mehr gewohnt so frueh auf zu stehen! Denn 6.00am morgens ist eher an der fruehen Seite.....aber wir muessen uns eh schon wieder beeilen, denn der Tag hat nur 24 Stunden und wir wollen zeitig in Seattle sein.
Und wer weiss was sich die Immigration wieder fuer uns einfallen laest um ueber die Border zu kommen!?
Aber meinen Bagel mit Creamcheese der muss noch sein, tut mir leid Bettina. Bin schon ganz dizzy und excited weil auch der Tag viel Sonne und warm verspricht und Seattle ist ja fuer Regen und cloudy sehr bekannt.
Naja und nach einem Zuckersuessen laecheln von 4 Maedels und noch ein See ya, waren wir auch schon in den Vereinigten Staaten.
Seattle ist eine wunderschoene Hafenstadt und ist auch bekannt fuer sehr gutes Seafood, was wir natuerlich auch probiert haben. Yummi....
Der Public Market ist ein alter traditioneller Markt mit Fruechten wie Dinosaur Apple (eine Mischung zw. Nektarine und Pfirsich) und gayfruit, funny und sehr tasty...Der Dinosaur Apple natuerlich.


Noch schnell vorbei am ersten Starbucks, also der Geburtsstaette von Starbucks ging es weiter um den Christoh Columbus guten Tag zu sagen....und zum Hafenmarkt.


Und wer Grace Anatomy kennt der kenn auch den beruehten Space Needle, der immer eingeblendet wird.
Wahnsinn und auch wahnsinnig hoch.

Resumee: Was ist schon ein Trip ueber ein paar Hundert Kilometer, also Streckenvon Muehlbach am Hochkoenig nach Steyrling ist fuer mich nun eher keine Entfernung mehr!
Meine Familie mag es wenn ich Bilder zeige wo ich lache, denn dann wissen sie das es mir gut geht! Ja und ich muss sagen, noch kann ich lachen aber der Abschiedsschmerz und somit auch der Herzschmerz wird immer staerker.

Freitag, 1. August 2008

Friends from Austria

Oh man, I was standing at the front door as soon as I turned around I looked into my friends eyes.....ich konnte es kaum glauben, das war alles so unerwartet.

Ich sprang natuerlich beide (Rene' und Dominik) in die Arme und ja wahrhaftig sie waren da. Und klar war ich stolz das mich jemand von zu Hause besuchte. Ich konnte ihnen nun endlich mein jeztiges zu Hause zeigen.
Aber allem voran musste ich ihnen mal DAS Cambie vorstellen, das ja mittlerweile schon in jedem zweiten gesprochenen Satz vorkommt.

Ich glaub ich hab ihnen nicht zu viel versprochen - oder Jungs was glaubt ihr?

Wie wichtig Freunde sind, wissen wir erst dann richtig zu schaetzen wenn man sie braucht! Fuer was Freunde da sind brauch ich wohl auch nicht zu erklaeren. Ich fuer meinen Teil kann sagen, das ich vielleicht nicht allzu viele Freunde hab, aber diejenigen die ich hab sind die besten was ich mir vorstellen kann.

Und ich war in der gluecklichen Situation einer meiner schoensten Tage hier mit 2 von meinen Freunden zu teilen.

Ich moechte auf diesem Weg einige Worte an euch beide richten:

Ich kann mich echt gluecklich schaetzen euch zu kennen, als ihr vor meinem blauen Gartentor gestanden habt, hab ich kaum einen vernuenftigen Gedanken fassen koennen und als ich euch dann fast ums Leben gebracht hab als ich in eure Arme rannte wusste ich "ja sie sind wirklich hier"!

Ihr habt sogar denn Weg zu meiner Schule gefunden und ich konnte auf meinem Stuhl kaum noch gerade sitzen vor Nervositaet um euch endlich zu treffen.
Und es ist mir sogar gelungen euch ein bisschen vom bissherigen Reisestress herunter zubekommen.
Und verglichen zu einem Harleyride back home oder einer durchzaechten Nacht mit euch, wuerde ich immer wieder zu letzteres greifen - Running gag! :-)

Ich moechte mich bei euch beiden nochmal vielmals bedanken - denn zu sagen ja klar ich komm dich besuchen ist eine Sache, aber dann wirklich hier sein mit mir ist eine ganz andere Sache.
Es hat mir so viel bedeutet, sagen zu koennen ja zwei meiner Freunde haben einige Tage meiner schoensten Zeit in meinem bisherigen Leben mit mir (obwohl auch nur in einem Zimmer mit einem Bett, aber ich fuehlte mich Puddel wohl) hier geteilt!

Wie weit entfert man doch manchmal ist von seinen Liebsten zu Hause, wahre Freunde finden dich ueberall und nehmen keine Ruecksicht auf Entfernung. Denn das was Freunde verbindet hat kein Gewicht an Geld oder Stecken. Ich kann mich gluecklich schaetzen solche Freunde zu haben.

Love you buddies

Mittwoch, 30. Juli 2008

Los Angeles - I met him








Es ist einfach passiert und waere ich darauf vorbereitet gewesen, haette ich es vermutlich nie so empfangen koennen wie ich es tat.



Also:
Mittwoch 30.07.08
Am Mittwoch um 2.00pm hab ich der Schule fuer ein paar Tage den Ruecken zugekehrt bin in die Penderstreet gegangen um dort Bettina zu treffen.
Gegessen hatte ich noch nicht so viel, aber die Aufregung lies einfach kein Hungergefuehl zu lassen. Also sind wir mit der 98 B-Line zu Broadway Station gefahren. Koffer haben wir beide nur einen kleinen mitgenommen und auch nicht viel zum anziehen da wir ja wussten wir muessen in LA einkaufen gehen da die Kleidung und einfach alles viel billiger ist.
Bettina musste noch Geld wechseln so besorgte ich ihr beim Mac Donalds einen Junior Chicken Burger to go.
Am Airport angekommen mussten wir noch den Papierkram erledigen und als wir auch durch die Immigration klanglos vorbei kamen lies der Adrenalin ein wenig nach.
Wir hatten unser Visum gekommen und sind nun erlaubt 90 Tage in den Vereinigten Staaten zu bleiben. Viele Leute haben uns ja schon gesagt, oh mein Gott LA ist gefaehrlich und nicht sehr schoen, die Leute sind unfreundlich.
Natuerlich mussten wir es am eigenen Leib spueren damit wir glauben was andere Leute sagen. Im dutie free shop noch schnell einen Schoko gekauft und dann gings auch schon hinein in den Flieger. Alaska Airline - war unser Flieger.
So nun endlich machte sich auch schon der Hunger bemerkbar und ich freute mich als wir in userem Seat gesessen sind und ich die Damen im Servierwagen heranfahren sah.
Aber ausser einen Snak haben wir zu unserer Entaeuschung nichts bekommen. Also hab ich mir gleich mal 3 von diesen Tueten geben lassen und noch ein Cola und ein Ginger Ale um den groeberen Hunger zu stillen.
Als wir die Skyline und die vielen Lichter am unter uns vom Fenster aus wahrgenommen haben, wussten wir das kann nichts anderes sein als LA.
Unsere Koffer waren gleucklicherweise auch angekommen und nach einen small talk mit einem ganz freundlichen Amerkianer betraten wir die Tuer hinaus in die Stadt.
Den smog kann man sichtlich spueren, das tropische trockene Klima macht mir nichts aus, ich mag es ja warm.
Und der Verkehr ist schon um sehr vieles mehr als in Vancouver. Unser Hostel California wird doch hoffentlich nicht so schwer zu finden sein.
Einfach mit dem Big blue Bus vom Lotus C zur Lincoln Ave. at Venice beach! Cool, das funktionierte auch ganz gut.
Wir kamen nach einen Gespraech mit einen strange homeless guy aber sehr gut am Hostel ein. Als ich vor der Tuer stand nahm ich noch mal einen tiefen Atemzug und bewegte mich Richtung Rezeption. Da sass ein schwarzer niedlicher Typ dort, er blickte mir in meine Augen und sagte mal ganz nett hello. Ich blabberte gleich drauf los weil ich so in Eupherie war und bemerkte gar nicht das er mich die ganze Zeit nur anstarrte und nichts sagte. Ups dachte ich mir.....! Sorry

Anyway, nach ein paar Bier und einer Tanzstunde mit Piedro einen Brasilianer mussten wir nun endlich mal schauen das wir ins Bett kommen. Haben ja einiges vor am naechsten Tag.

Donnerstag, 31.07.08
Ja klar ist das unser Wecker der da laeutet. Und die Deutschen Maedels brauchen sich gar nicht aufregen, das ist halt mal so in einem Mehrbettzimmer.
Nach einem gediegenen Fruehstuck und Lust auf Sightseeing, maschierten wir auch schon los. Der Klaus der Manager vom Hostel hat kein Bett frei fuer heute?? Oh nein, ich will aber noch da bleiben und ich mag mich nicht auf die Suche nach einem neuen Hostel machen. Also bot er uns an wir koennen auf der Couch schlafen in der Halle wo ein Fehrnsehr und ein Billardtisch steht wo man sich amuesieren kann. Ja klar wir haben keine grossen Erwartungen fuer uns reicht das schon und es ist ja nur eine Nacht!
Ok, los nach Hollywood die Busfahrt nach LA Downtown zog sich ins unermessliche. Und dort angekommen wurden wir auch gleich fast mal ueberfallen. He da waren nur schwarze Leute in der Mainstreet. Ich fuerchte keine schwarzen Menschenn aber, wenn sie in einer Gang sind und uns so bloed kommen da hab ich echt gedacht oh man, now its over!
But gott sei dank ist uns nichts passiert. Wir sind auch gleich in eine save area gegangen wo mehrere Leute waren.
OK, Downtown ist erst mal genug fuer uns. Mehr brauchen wir gar nicht mehr sehen.
An der Kreuzung nach Hollywood kam uns der Starbucks an der Ecke ganz gelegen, so tranken wir unseren Mokka Frappuchino und die Bettina as noch ihren Muffin und nach einer Piepause ging zu Fuss weiter.
Walk of fame.....fabulous! So much fun! Was wir gelacht haben. Welch Kleider wir probiert haben? Und einen Oskar fuer dies und das haben wir auch bekommen.
Ich bin in die Fussstapfen von Jonny Depp gestiegen und hab meine Haende auf seine gelegt, das ist schon ein gutes Gefuehl.
So nun war es auch schon wieder Zeit zu essen, der hunger machte sich nun echt schon bemerkbar und wir wussten wir brauchen wieder mal was warmes.
So entschieden wir kurzer Hand zu einen Japaner zu gehen- mh delicous.
Um 22.00pm und ausgepowert vom laufen gingen wir noch schnell in unseren Shop (wo wir bereits Freundschaft mit dem Verkaeufer schlossen) 2 Strassen von unserem Hostel entfernt und kauften uns eine Flasche Wein und Fruehstueck fuer tomorrow.
Daheim angekommen wurde wir auch schon von unseren netten Bekanntschaften vom Vorabend empfangen und mussten uns natuerlich gleich niedersetzen. Wir brachen also die Flasche auf und nahmen beide mal einen ordentlichen Schluck.
Ja und die Bettina hats dann so abgerissen das sie nichts ahnen von einem Mexicaner und dessen essen dabei sass und es sichtlich genoss.
Nur ihr Rausch wurde davon leider nicht weniger.
Und da ich auch schon leicht angeheitert war hatte ich meinen Spass mit ihr. Als die Erschoepfung und Bettinas Rausch aber siegten entschieden wir uns ins Bett, ich meine auf unsere Couch zu gehen. Ich schenkte dem netten guy vom Hostel noch ein Laecheln und sagte noch zu ihm, das er ja auf uns aufpassen soll heute nacht und falls wir ohne Decke sind er uns wieder zudecken sollte. : "Ja das werde ich tun" meinte er.
Ich glaube nach 5 Minuten waren wir weg, wie die Siebenschlaefer.

Freitag, 01.08.08
Heute muessen wir nun endlich an den Strand gehen. Von unserem Matratzenlager aufgewacht und super gelaunt machten wir uns ans Fruehstueck.
Am Tisch war wie jeden Tag Marmelade, Butter, Creamcheese und Salami und Kaese und Brot natuerlich.
Der nette guy vom Hostel hielt mir eine Schachtel mit Waffeln entgegen und fragte uns mit den Augen zu mir gewannt: "Wollt ihr auch welche"?
Dieses Angebot abzulehnen viel mir nicht mal im Traum ein. So wurden uns 5 Minuten spaeter fantastische Waffeln presentiert die wir dann alle zusammen gegessen haben.
Als wir losmaschierten und am Strand endlich ankamen trauten wir unseren Augen kaum, Venice Beach ist so awesome. Das ist ja gar kein Vergleich zu Vancouver. Der Sand ist fast weiss und wenn man auf ihm geht glaubt man man geht auf Watte.
Ich machte mich auf den Weg ins Meer und es ist um so viel reinlicher als bei uns, ich lies mir die 2 Meter Wellen ins Gesicht jagen und sagte mir, nein ich bin staerker als du Wasser. Aber vergebens ich konnte einfach nicht stand halten, es riess mir immer den Boden unter den Fuessen weg.
Als wir an unserem Badetuch ankamen mussten wir mal von unseren Fruechten essen. Der Mann hinter uns der schon die ganze Zeit mit einem Metalldetektor im Sand nach irgendwas suchte war interessant aber wir trauten uns nicht ein Bild von ihm zu lachen.
Auf einmal stand er neben uns uns kurzerhand spaeter hatten wir auch schon ein Gespraech mit ihm. Er machte echt einen serioesen Eindruck und erzaehlte uns das er so viel Schmuck am Stand findet das er im Jahr einige Bucks bei Ebay damit verdient.
Was wir am Abend machen? Keine Ahnung?!? Ja klar kommen wir mit dir Abendessen, wir gehen in einen feinen Schuppen wo es Seafood gibt. Ach ja hab ich lust auf Garnelen und Schrimps von der feinen Art.
Also machten wir uns auf den Weg heim und sprangen gleich unter die Dusche damit wir um 7.30pm geruesstet sind um abgeholt zu werden.
Zeitgleich rief auch Ken an, das er nun da ist und er auf uns wartet. Er fuehrte uns in ein super wahnsins Restaurant: Bubba Gump Shrimps Co!
Oh mein Gott es war einfach koestlich und ich bekam einen Armreif aus Indien den er gefunden hat und die Bettina einen Ring.
Jeder bekam genau das was zu ihm steht. Er ist echt ein Freund geworden. Er bot uns auch gleich kurzer Hand an uns morgen Melrosplace und Rodeodrive zu zeigen. Oh ja da muessen wir uns ja um nix mehr sorgen. Das ist ja klasse.
Also dann see ya tomorrow.
Im Hostel angekommen, warten natuerlich schon wieder alle und wir konnten wieder mal gar nichts ins Bett gehen.
Es gab einfach so viel zu erzaehlen. Aber der Schlaf ruft den wir muessen morgen fit sein. Also rein in unser 30 Dormbettroom. Ich hab noch nie in einem Zimmer geschlafen mit so vielen Leuten zusammen aber es war eigentlich voll super.
Sind ja wie eine grosse Familie hier. :-)

Samstag, 02.08.2008
Wie immer in der frueh bin ich fuers Fruehstueck zustaendig da meine Puppe noch ein wenig laenger Schlaf braucht.
Aber Zeitgerecht als alles auf dem Tisch stand erschien sie auch schon am Tisch. Das wir immer nur das selbe essen macht uns nichts aus. Wir sind es ja schon gewohnt.
Ken holt uns puenktlich ab und aufgehts um alles zu sehen was es in LA wichtiges gibt. Und nach einer Shopping Tour am Marlosplace und nach einem wunderbaren Joghurt mit Fruechten fuhr er uns wieder nach Hause.
Wir verabschiedeten uns mit 1000mal Danke und einem grossen Hug.
Und nach einer Dusche und frischer Kleidung und meinen neuen roten Converse Schuhen machten wir uns auf in den Garten von unserem Hostel. Wo wir auch die Tage davor herumlungerten und so machen Wein und manches Bier tranken.
Es waren heute echt mal alle die uns wichtig waren versammelt.
Und keine Stunde spaeter sass ich auch schon in einem alten Van, wo der Keilriemen aufheulte wenn er startete.
Die Nacht ist warm heute und ich brauche auch keine Jacke! Ich genoss noch einige Stunden am Strand und listened the wave until the sun rised.

Sonntag, 03.08.08
Wir wollten heute wirklich nur mehr an den Strand und die letzten Stunden bis am Abend geniessen. Was fuer ein veruecktes Hostel, was fuer einen verrueckten Namen er hat, was fuer wunderbare Zeiten und was fuer eine Begegnung!!!
Das Herzklopfen is still there, wenn ich an das erlebte denke.
Und ich bin ueberzeugt, er ist immer und ueberall und in jedem Menschen. Aber mir hat er sich gezeigt und hat sein wahres Gesicht sehen lassen.
Und ich bin dankbar es empfangen zu haben.
Er weinte mit mir und ich spuerte, das er mich tatsaechlich liebt. Das ich nie wieder an ihm zweifeln soll. Das er mir verinnerlicht hat was ich hoeren wollte. Das er nicht einfach nur ein Name ist sondern das es IHN gibt.

Danke meine liebste Schwester!

Donnerstag, 12. Juni 2008

Rocky Mountains
















Es ist schwer seine Gedanken in so komprimierter Form auszudruecken! Ich tu mir schwer die Erlebnisse auf Papier zu bringen die fuer mich die eindrucksvollsten waren, da es ein ununterbrochenes wahres Hochgefuehl bleibt und ist.

Wer die Alpen kennt und bestritten hat, kennt viel und weis, dass zu schaetzen was auch ich fuehle wenn ich der Natur so nah bin. Wer die Rockies gesehen hat und auf ihnen stand der ist wahrhaftig gesegnet. Und ja, I DID IT!

Die Reise dorthin begann....


...bereits Dienstag war Treffpunkt mit den wahrscheinlich besten Menschen die ich in der Zeit hier kennen lernen durfte.


Natuerlich haben wir die Europameisterschaft nicht ausser Acht gelassen und mussten unseren kleinen Erfolg der nicht lange anhielt feiern. Um 2.00h in der Frueh ging es dann auf nach Lake Louis. Den breiten Highway entlang zu fahren ist schon eine super tolle Erfahrung, nach jeder pause spuerten wir wie wir dem Gefrierpunkt und somit den Bergen immer naeher kamen.

Doch heute fahren wir nach Banff, ein uriges Countrydorf in den Rockies.

Eingecheckt im Hostel gings gleich los in eine Cowboy Bar mit echten Rangern und Cowboys. Die UNS, die Austrian Chicks, gleich mal mit dem Lasso einfingen und almost nicht mehr gehen liessen.

Dennoch, wir mussten ja noch auf die Buehne um Karaoke zu singen. Ganz klar, uns soll man so schnell nicht vergessen!


Frueh am Tag danach gings weiter nach Jasper, eine 2.5h Fahrt von der wir wohl noch lange sprechen werden.
Die wohl laengste und schlimmste bei unserem Trip. Wir wurden ja davon nicht unterrichtet, dass hier nur alle 150 bis 200 km eine Tankstelle ist!!!!
Oh Mann wie lange hat die Tankuhr schon geschriehen, wie viele Liter haben wir geschwitzt und wie hat das Gaspedal darunter gelitten?
An dieser Stelle; danke Auto, fuer die sichere Ankunft in Jasper. Dafuer gabs wieder einen vollen Tank.

Am naechsten Morgen, mit vollem Tank :-) und top Laune ging es ueber den Gletscher den Wasserfaellen und dem Malunsee weiter nach Lake Louis. Dort nesteten wir uns an den See mit einem Panorama das man sonst nur im Film sieht und liesen den Tag mit einem Sonnenuntergang von gleicher Praegnanz wie die Tage zuvor ausklingen.


Morgen gehts wieder nach Hause und somit mussten wir zusehen die so guten Tage in unseren Erinnerungen zu tragen und einfach nur dankbar dafuer zu sein, es erlebt haben zu duerfen.


Eine einzige harmonische Reise gespickt mit einem unschlagbarem Humor neigt sich dem Ende zu.
Und ehe wir uns versahen, waren wir zurueck in Downtown an Ort und Stelle wo die Reise begann, im Cambie.Wir wussten unsere Wege trennen sich nun fuer laengere Zeit, alle werden nach der Reihe die Heimreise nach Oesterreich antreten.


Aber eins ist Sicher: Es ist nur ein "Bis spaeter und kein Good bye!!

Samstag, 7. Juni 2008

Capillano Bridge

Freitag 6.30pm an der Waterfrontstation ausgestiegen und ich spuerte die Kraft erneut die mich ausfuellt wenn ich den Boden von Downtown betrat.
Nach einem tiefen Atemzug der meine Lungen mit dieser feuchten und frischen Luft fuellt, machte ich mich auf den Weg - ja genau in den sogenannten Heaven fuer uns Maedls, ins Cambie!
Nach einem flotten Marsch ueber die Pflastersteine kreuzte ich die Strasse (ich hab noch heute den Ton der Fussgaengerampel im Ohr : The walksign in on.....Fuer mich hoert sich das eher an wie: Walk like a dog....aber da tu ich mir wohl oder uebel ein bisschen schwer) und wurde schon mittels einer warteten Nachricht auf der Pinwand empfangen.
Almaehlich wurde unsere Runde komplett und aufgings um den Abschied von Jutta zu feiern. Eine der wirklich wirklich super Dirndln....

Samstag Morgen weckte mich der grosse Kater in meinem Bett. Es war wohl glaub ich echt spaet in der Frueh als ich den Weg zum Hostel antrat.
Heute steht Capillanobridge am Programm. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck mit Kaffee, einem Muffin und viel Wasser machten wir uns auf den Weg zum Seabus. Wir kreuzten das Wasser und er brachte und sicher wieder auf festen Boden der anderen Seite, mein Kater und die Folgen der letzten Nacht machten sich gluecklicherweise nur minimal bemerkbar - mein Bruder pflegt immer zu sagen: Bist ein Schiestl oder bist keiner und ja er hat ja soooo recht!


Eine alteingesaessene Gegend mit Totempoles und im Hintergrund immer eine nette Band mit irischer Musik. Zurueck ins 18 Jahrhundert so ungefaehr....


So nun ging es los....die Bruecke ist ja wirklich wirklich nicht gerade kurz, vor allem ist sie ca. 100m ueber dem Wasser. Aber abendteuerlustig wie wir sind meisterten wir das mit Bravour.
Kurz verweilt fuer ein Erinnerungsfoto und dann sorgt die Manu wieder mal fuer Aufmerksamkeit, aber dieses mal echt ohne Absicht, denn....
ich wollte eigentlich nur ausprobieren wie stabil die Bruecke ist wenn man huepft und wie stabil sie ist wenn man auf ihr springt....und wenn man hinunter spuckt dann dauert das verdammt lange bis die Spucke das Wasser beruehrt - echt grossartig. Und dann gings weiter mit huepfen und schauckeln.....

bis ich den Ausruf vernahm der vom Mirkofon ertoente: "Please DO NOT jump or shake on the bridge!" What the hell....meint der mich!? :-)

Samstag, 31. Mai 2008

White Rock

Freitag, zu Hause in Langley ausgecheckt und zwei Stunden spaeter in meinem Hostel eingecheckt, so verlaeuft jeder Freitag Abend. Die Fahrt nach Downtown gestaltet sich jedesmal auf neue ungewoehnlich, seltsam und sie wird komischerweise immer laenger. Manchesmal treffe ich ja echt so den ein oder anderen seltsamen Menschen. Aber es ist jedesmal lehrreich und interresant.

An der Waterfront Station ausgestiegen vom Sky Train noch immer den Klang der Stimme des Lautsprechers im Ohr und schon flaniere ich die Strassen von Gastown zum Cambie Hostel. Ein Hauch von Urlaub ueberfliegt mich in diesem Momenten immer und ich kann es kaum erwarten die schon wartenden Maedels zu sehen um ihnen alle um den Hals zu fallen.

Dann herrscht mal fuer 10 Minuten ein Gespraechschaos von 5-7 Maedels aus Oesterreich die die letzte Woche revue passieren lassen und dann wird mal ein Pitcher getrunken.

Aber heute hab ich mich entschieden erst mal schlafen zu gehen, denn ich muss am morgen frueh aufstehen....War eh wieder 1.00 oder so als ich ins Bett kam.

Samstag morgen um 7.45am aufgestanden, die Badesachen uebergezogen und nach dem Erklang der Steamclock in Gastown, die ja nicht weit entfernt ist und einem pruefenden Blick auf unseren noch schlafenden Mexikaner der uns nicht ganz geheuer ist, haben wir uns auf den Weg gemacht nach White Rock. Mit dem Sky Train nach Surrey und von dort mit dem 320 Bus vorbei an der "Simon Fraser University" nach White Rock. An den kleinen Gassen vorbei flaniert und ab an den Strand.



Die Dani vorm White Rock, nach dem auch der Ort benannt ist. Ca. 7m linker Hand haben wir unsere Badesachen ausgebreitet und fuer 3 oder 4 Stunden mal den Herrgott seinen Mann sein lassen.

Ja am Abend zurueck angekommen in Downtown lies der Hunger nicht lange auf sich warten. Ich ging Sushi essen; das erste mal in meinem Leben. Hab noch nie Sushi gegessen. Gut das ich einen Insider kenn der sich damit auskennt so konnte ich nicht Gefahr laufen, Anstelle von Avokado und Reisrollen....


mein Handy zu essen.... :-)))


Und als Nachspeise gab es dann noch diesen einzigartigen Sonnenuntergang auf English Bay. Und da soll man sich nicht fuehlen wie in einem unwirklichen und doch so realen Leben. Dankbarkeit ist eine Tugend.


Cloud 9, da war ich oben und hab weit weit in die Welt hinausgesehen. Ich glaub der hat 46 Etagen. Und das unglaubliche ist, dass man in nicht mal 1 Minute von der Lobby im 46 Stock ist mit dem Lift. Wie das wieder geht, weiss ich auch nicht.